
Restbudget clever nutzen: Mit besserem Targeting ins neue Jahr
Chapter 1
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Martina
(freundlich, lebendig) Herzlich willkommen zum Podcast der Kowendos Group, Teil 4! Schön, dass ihr wieder dabei seid. Heute solls um etwas gehen, das wahrscheinlich viele Kolleginnen und Kollegen aus dem Pharmamarketing nur zu gut kennen. Draussen werden die Blätter gelb, das Jahr neigt sich dem Ende zu, die Budgetplanung fürs kommende Jahr läuft bereits und gleichzeitig stellt man fest, dass vom aktuellen Budget noch einiges übrig ist. Und dann beginnt wieder die große Frage: Was machen wir jetzt eigentlich damit?
Martina
Ich bin Martina, 36 Jahre alt, und verantworte seit mittlerweile neun Jahren eine Indikationslinie in einem internationalen Pharmaunternehmen. Insgesamt bin ich seit gut 13 Jahren in der Branche unterwegs. Angefangen habe ich im Produktmanagement, später kamen strategisches Marketing und Teamverantwortung dazu.
Martina
Und privat bin ich verheiratet, habe zwei Kinder im Teenageralter und einen Labrador, der grundsätzlich der Meinung ist, dass meine Arbeitstage viel zu lang sind. (lacht) Gerade jetzt, wo es morgens noch dunkel ist, wenn ich das Haus verlasse.
Martina
Aber gut, heute geht es ja nicht um meinen manchmal anstrengenden Hund, sondern um eine Herausforderung, die mich tatsächlich jedes Jahr aufs Neue beschäftigt.
Martina
Und dazu habe ich mir jemanden eingeladen, der das Thema aus einer etwas anderen Perspektive kennt. Leon, schön, dass du da bist!
Leon Stern
(herzlich) Gerne...hallo erstmal Martina und auch an alle, die uns heute zuhören. Vielen Dank für die Einladung. Ich freue mich wirklich auf unser Gespräch. Und erst mal Respekt, dass du neben zwei Teenagern und einem Labrador überhaupt noch Zeit für Budgetplanung findest. (lacht)
Martina
(lacht) Ja, manchmal frage ich mich das auch. Aber erzähl doch erst mal ein bisschen über dich.
Leon Stern
Gerne. Ich bin Leon und seit über 20 Jahren in der Pharmaindustrie tätig. Ich habe damals ganz klassisch im Außendienst angefangen, war später Regionalleiter und einige Jahre im nationalen Vertrieb unterwegs. Seit mittlerweile sechs Jahren beschäftige ich mich schwerpunktmäßig mit Commercial Excellence, CRM, Targeting und Omnichannel-Strategien.
Leon Stern
Also vereinfacht gesagt mit der Frage, wie wir unsere Ressourcen in Vertrieb und Marketing sinnvoller einsetzen können. Welche Ärzte sprechen wir an? Über welche Kanäle? Mit welchen Inhalten? Und vor allem: Was lernen wir eigentlich aus diesen Kontakten?
Leon Stern
Privat bin ich verheiratet, habe eine erwachsene Tochter und bin begeisterter Rennradfahrer. Wobei ich sagen muss, dass meine Frau meine Vorstellung von einem entspannten Sonntagmorgen nicht immer teilt. (schmunzelt) Für mich sind das 80 Kilometer auf dem Rad, für sie wäre es eher ein gemeinsames Frühstück.
Martina
(lacht) Das kann ich irgendwie nachvollziehen. Aber ich glaube, wir haben heute tatsächlich eine gute Kombination. Ich komme eher aus der Marketing- und Budgetperspektive und du kennst sowohl die operative Vertriebsrealität als auch die strategische Steuerung dahinter.
Leon Stern
Ja, und genau deshalb finde ich das Thema spannend. Weil wir in der Pharmaindustrie häufig sehr intensiv über einzelne Maßnahmen sprechen, aber manchmal zu wenig darüber, ob wir unsere Ressourcen überhaupt richtig verteilen.
Martina
(zustimmend) Absolut. Und damit sind wir eigentlich schon mitten im Thema.
Martina
Sag mal, Leon, wir haben jetzt Ende Oktober und ich habe gestern wieder so eine Diskussion mit Finance hinter mir. (seufzt leicht) Ich glaube, ich führe dieses Gespräch jedes Jahr um die gleiche Zeit.
Leon Stern
(amüsiert) Lass mich raten. Ihr habt noch Budget übrig und jetzt möchte jemand wissen, wie ihr das bis Dezember noch ausgegeben bekommt?
Martina
(lacht kurz) Ja, genau. Wobei dieses „ausgegeben bekommt“ ja schon das Problem ziemlich gut beschreibt.
Martina
Ich verantworte unsere Indikationslinie jetzt seit neun Jahren. Wir planen jedes Jahr im Herbst unser Budget fürs Folgejahr. Bei uns sind das ungefähr 1,2 Millionen Euro. Davon gehen größere Teile in Kongresse, Agenturen, digitale Kampagnen, Außendienstmaterialien und natürlich auch in unsere Remote-Aktivitäten.
Martina
Und jedes Jahr denke ich im Januar: Diesmal haben wir das wirklich gut geplant. Wir haben einen Marketingplan, Maßnahmen, Timings, Budgets und KPIs. Alles sauber auf Quartale verteilt.
Leon Stern
(trocken) Und dann kommt das echte Leben dazwischen.
Martina
(lacht) Genau! Im Februar verschiebt sich eine Kampagne, weil die Materialien noch durch Medical und Legal müssen. Im April kommt der Vertrieb mit einer neuen Priorität. Im Juni brauchen wir plötzlich zusätzliches Budget für einen Kongress. Und im Sommer stellt sich heraus, dass eine digitale Maßnahme technisch doch aufwendiger ist als gedacht.
Martina
Und was passiert dann? Wir fangen an, unsere Planung umzubauen.
Leon Stern
Was wird denn als Erstes verschoben?
Martina
Meistens die Dinge, die vermeintlich flexibel sind. Eine zusätzliche Telefonkampagne beispielsweise. Die kann ich ja auch noch im September machen. Einen Kongress im Mai kann ich schlecht verschieben.
Leon Stern
(zustimmend) Ja, das kenne ich. Und irgendwann ist Oktober, die Remote-Kampagne hat noch nicht stattgefunden und Finance fragt, was mit den eingeplanten 40.000 Euro passiert.
Martina
Exakt. Und ich habe jetzt tatsächlich noch rund 25.000 Euro offen. Nicht gebunden, nicht beauftragt. Und das Geld kann ich auch nicht einfach ins nächste Jahr mitnehmen.
Martina
Das heißt, ich muss jetzt entscheiden, was ich damit mache.
Leon Stern
Und was war dein erster Gedanke?
Martina
(leicht ironisch) Ganz klassisch. Wir könnten noch eine zusätzliche Remote-Welle machen. Vielleicht 500 oder 600 Facharztkontakte, je nachdem, wie aufwendig die Gespräche werden.
Martina
Aber ganz ehrlich? Ich frage mich inzwischen schon, ob das jetzt wirklich sinnvoll ist.
Leon Stern
Warum?
Martina
Weil ich doch nicht einfach Ärzte kontaktieren lassen möchte, nur damit mein Budget am Jahresende auf null steht.
Martina
Wir brauchen ein klares Gesprächsziel, die richtigen Ärzte, vernünftige Inhalte. Und die Freigaben dauern ja auch.
Martina
Bis wir das alles organisiert haben, ist Weihnachten. (lacht kurz)
Leon Stern
(nachdenklich) Das ist tatsächlich ein klassisches Dilemma. Einerseits sollst du dein Budget möglichst genau ausschöpfen. Andererseits soll jede Maßnahme einen nachweisbaren Mehrwert bringen.
Martina
Genau. Und das ist ja nicht nur ein theoretisches Problem.
Martina
Ich kann dir mal ein ganz konkretes Beispiel aus diesem Jahr geben.
Martina
Wir hatten ursprünglich für das zweite Quartal eine Remote-Kampagne geplant. Ziel waren ungefähr 1.200 niedergelassene Fachärzte, die unser Außendienst nur eingeschränkt erreicht.
Martina
Wir wollten über eine neue wissenschaftliche Datenlage informieren und gleichzeitig herausfinden, welche Fragen die Ärzte in ihrem Praxisalltag zu unserer Indikation haben.
Martina
Budgetiert waren dafür 45.000 Euro.
Leon Stern
Klingt erst mal nach einer sinnvollen Maßnahme.
Martina
War es auch. Und der Bedarf war da.
Martina
Aber dann ging es los. (seufzt) Die Gesprächsunterlagen waren im März eigentlich fertig. Dann kam aus Medical noch eine Anpassung. Danach mussten wir bestimmte Aussagen noch einmal rechtlich prüfen lassen.
Martina
Parallel hat der Vertrieb seine Gebietszuschnitte verändert. Das bedeutete, dass wir unsere Zielgruppenliste noch einmal überarbeiten mussten.
Martina
Und plötzlich war es Mai.
Leon Stern
(ungläubig) Und da hattet ihr noch keinen einzigen Arzt kontaktiert?
Martina
Genau. Dann kam noch eine Verzögerung beim Dienstleister dazu, weil die ursprünglich eingeplanten Kapazitäten nicht mehr vollständig verfügbar waren.
Martina
Am Ende sind wir erst Mitte Juli gestartet.
Leon Stern
(trocken) Das heißt, aus einer geplanten Q2-Kampagne wurde eine Sommeraktion.
Martina
(lacht resigniert) Ja. Und du weißt selbst, wie schwierig die Erreichbarkeit von Arztpraxen in der Ferienzeit teilweise ist.
Martina
Wir haben die Kampagne trotzdem durchgeführt. Aber statt der geplanten 1.200 Ärzte konnten wir im vorgesehenen Zeitraum nur ungefähr 750 qualifizierte Gespräche realisieren.
Martina
Und damit haben wir natürlich auch nicht das gesamte Budget benötigt.
Leon Stern
Wie viel blieb übrig?
Martina
Rund 13.000 Euro. Und die sind dann erst mal wieder in unseren verfügbaren Budgettopf zurückgeflossen.
Martina
Das klingt jetzt vielleicht nicht dramatisch. Aber wenn du mehrere solche Maßnahmen hast, summiert sich das.
Martina
Und dann sitzt du Ende Oktober vor deinem Forecast und stellst fest, dass du noch 25.000 Euro hast, für die du eigentlich längst eine sinnvolle Verwendung vorgesehen hattest.
Leon Stern
(interessiert) Was mich daran interessieren würde: Habt ihr aus den 750 Gesprächen denn Erkenntnisse gewonnen, die ihr für die nächste Maßnahme nutzen könnt?
Martina
Ja, durchaus. Wir haben beispielsweise festgestellt, dass bestimmte Ärzte deutlich mehr Fragen zur praktischen Anwendung hatten als andere.
Martina
Aber ich muss ehrlich sagen, wir haben diese Erkenntnisse nicht wirklich systematisch in unser Targeting zurückgespielt.
Leon Stern
Warum nicht?
Martina
(zögert kurz) Weil wir nach Abschluss der Kampagne schon wieder mit drei anderen Themen beschäftigt waren. Wir haben das Reporting bekommen, die Kontaktzahlen besprochen, die wichtigsten Ergebnisse intern präsentiert. Und dann war die Maßnahme im Grunde abgeschlossen.
Leon Stern
(nachdenklich) Und genau das finde ich interessant. Ihr investiert 30.000 oder 40.000 Euro in eine Kampagne, gewinnt dabei Informationen über eure Zielgruppe und nutzt diese Informationen anschließend nur teilweise.
Martina
(selbstironisch) Ja, wenn du das so sagst, klingt es tatsächlich nicht besonders intelligent.
Leon Stern
(schmunzelt) Ich glaube, das ist ein Punkt, den wir in der Branche generell unterschätzen.
Leon Stern
Wir reden ständig über Omnichannel, Customer Journey und datengetriebenes Marketing. Aber in der Praxis denken wir häufig immer noch in einzelnen Kampagnen.
Leon Stern
Eine Maßnahme wird geplant, durchgeführt, reportet und abgeschlossen.
Leon Stern
Und dann beginnt die nächste.
Martina
Ja, stimmt. Aber was würdest du denn konkret anders machen?
Leon Stern
Ich würde tatsächlich noch einen Schritt früher anfangen.
Leon Stern
Darf ich dir mal eine Frage stellen?
Martina
Klar.
Leon Stern
Wie gut kennt ihr eigentlich eure Zielgruppe?
Martina
(überrascht) Wie meinst du das? Wir haben unsere CRM-Daten, unsere Potenzialklassifizierung, die Besuchshistorie vom Außendienst. Insgesamt ungefähr 4.000 Fachärzte. Ich würde schon sagen, dass wir die ganz gut kennen.
Leon Stern
Okay. Und wie viele dieser 4.000 Ärzte haben eure Indikation tatsächlich als Behandlungsschwerpunkt auf ihrer Praxiswebsite stehen?
Martina
(überlegt) Puh. Keine Ahnung. Das haben wir nie systematisch erhoben.
Leon Stern
Und wie viele Praxen bieten eine spezielle Diagnostik oder Sprechstunde zu eurer Indikation an?
Martina
Weiß ich auch nicht. Zumindest nicht flächendeckend.
Leon Stern
Und trotzdem verteilt ihr eure Kommunikationsbudgets auf Basis dieser Zielgruppenklassifizierung.
Martina
(leicht verteidigend) Ja, aber Moment. Unsere Daten sind ja nicht schlecht. Da stecken auch jahrelange Außendiensterfahrungen drin.
Leon Stern
(beruhigend) Absolut. Das will ich gar nicht infrage stellen. Aber vielleicht fehlen euch einfach ein paar entscheidende Informationen.
Leon Stern
Nehmen wir zwei Gastroenterologen. Beide stehen bei euch als B-Kunde im CRM. Beide haben eine vergleichbare Praxisgröße und beide werden zweimal im Jahr besucht.
Leon Stern
Jetzt stellt sich bei einer genaueren Analyse heraus, dass Praxis A eure Indikation ausdrücklich als Schwerpunkt aufführt, eine spezielle Sprechstunde anbietet und auf ihrer Website ausführlich über entsprechende diagnostische Verfahren informiert.
Leon Stern
Praxis B dagegen hat einen völlig anderen Schwerpunkt.
Martina
Dann würde ich die beiden natürlich unterschiedlich priorisieren.
Leon Stern
Eben. Aber aktuell wisst ihr das möglicherweise gar nicht.
Martina
(schmunzelt) Ja. Wobei ich jetzt nicht anfangen möchte, 4.000 Praxiswebsites manuell durchzugehen. Dafür habe ich weder die Leute noch die Zeit.
Leon Stern
(lacht) Musst du ja auch nicht. Genau da wird KI inzwischen wirklich spannend.
Leon Stern
Du kannst solche öffentlich verfügbaren Informationen systematisch analysieren lassen. Natürlich mit entsprechender Qualitätssicherung.
Leon Stern
Aber du kannst dir für deine Zielgruppe beispielsweise anschauen, welche Indikationsschwerpunkte auf den Praxiswebsites genannt werden, welche diagnostischen Leistungen angeboten werden und welche fachlichen Spezialisierungen erkennbar sind.
Martina
(neugierig) Moment. Das heißt, ich könnte tatsächlich herausfinden, wie viele unserer Zielgruppenärzte unsere Indikation ausdrücklich auf ihrer Homepage erwähnen?
Leon Stern
Ja, sofern die Informationen öffentlich verfügbar und technisch auswertbar sind.
Leon Stern
Und du könntest noch einen Schritt weitergehen.
Leon Stern
Du könntest diese Informationen mit regionalen Daten kombinieren.
Martina
Was für Daten meinst du?
Leon Stern
Zum Beispiel Altersstruktur, Bevölkerungsdichte, sozioökonomische Merkmale oder bestimmte Versorgungsstrukturen im Umfeld der Praxis.
Leon Stern
Je nach Indikation können solche Informationen helfen, regionale Unterschiede besser zu verstehen.
Martina
(nachdenklich) Hm. Das finde ich tatsächlich interessant.
Martina
Wir schauen ja bisher hauptsächlich auf unsere eigenen CRM-Daten. Aber über das Umfeld der Praxen wissen wir relativ wenig.
Leon Stern
Genau. Und stell dir mal vor, du kombinierst das alles.
Leon Stern
Deine bisherigen CRM-Informationen, die Erkenntnisse des Außendienstes, öffentlich erkennbare Praxisschwerpunkte und regionale Strukturdaten.
Martina
Dann hätte ich möglicherweise ein ganz anderes Bild meiner Zielgruppe.
Leon Stern
Zumindest ein differenzierteres.
Leon Stern
Und vielleicht stellst du fest, dass einige eurer bisherigen B-Kunden eigentlich viel interessanter sind, als ihr angenommen habt.
Martina
Oder dass wir bestimmte Ärzte sehr intensiv bearbeiten, obwohl unsere Indikation für deren Praxisalltag gar nicht so relevant ist.
Leon Stern
Das könnte sein.
Leon Stern
Wobei man natürlich vorsichtig sein muss. Nur weil ein Arzt eine Indikation nicht auf seiner Homepage erwähnt, heißt das nicht, dass er keine entsprechenden Patienten behandelt.
Leon Stern
Und regionale Sozialdaten sagen dir auch nicht automatisch etwas über die Patienten einer einzelnen Praxis.
Martina
Klar. Aber als zusätzliche Information für unsere Entscheidungen wäre das schon wertvoll.
Leon Stern
Genau darum geht es.
Leon Stern
Nicht darum, aus irgendwelchen Daten eine absolute Wahrheit abzuleiten. Sondern darum, bessere Fragen stellen und gezielter kommunizieren zu können.
Martina
(nachdenklich) Weißt du, was ich gerade denke?
Martina
Wir geben jedes Jahr richtig viel Geld dafür aus, unsere Zielgruppe zu kontaktieren. Aber eigentlich ziemlich wenig dafür, sie vorher noch einmal genauer zu analysieren.
Leon Stern
(zustimmend) Das ist tatsächlich ein interessanter Punkt.
Leon Stern
Und gerade zum Jahresende könnte so eine Analyse eine sinnvolle, klar abgegrenzte Maßnahme sein.
Martina
Du meinst, statt jetzt noch schnell eine Telefonkampagne für 25.000 Euro aufzusetzen, könnte ich einen Teil davon für so einen Deep Dive verwenden?
Leon Stern
Genau.
Leon Stern
Du könntest beispielsweise mit 10.000 oder 15.000 Euro eine definierte Zielgruppenanalyse beauftragen.
Leon Stern
Die Zahlen sind jetzt natürlich nur als Größenordnung gedacht. Was so etwas tatsächlich kostet, hängt von der Datenbasis, der Zielgruppengröße und dem Analyseumfang ab.
Martina
(skeptisch) Und was hätte ich dann konkret davon?
Martina
Ich meine, eine schöne Präsentation mit ein paar neuen Erkenntnissen ist nett, aber davon erreiche ich noch keinen einzigen Arzt.
Leon Stern
(lacht kurz) Richtig. Deshalb würde ich auch keine reine Präsentation beauftragen.
Leon Stern
Ich würde einen ganz konkreten Output definieren.
Leon Stern
Eine angereicherte, qualitätsgesicherte Zielgruppenbasis. Eine Segmentierung nach nachvollziehbaren Kriterien.
Leon Stern
Und daraus abgeleitet Empfehlungen, welche Praxen ihr mit welchen Kommunikationszielen priorisieren solltet.
Martina
Also etwas, das ich tatsächlich in unsere Planung und später auch in unser CRM übernehmen kann.
Leon Stern
Genau. Und dann würde ich diese Erkenntnisse gemeinsam mit dem Vertrieb validieren.
Leon Stern
Vielleicht sagt dein Außendienst bei einigen Praxen: Ja, absolut, das passt.
Leon Stern
Bei anderen sagt er: Moment, da wissen wir aus unseren Gesprächen etwas anderes.
Martina
Das finde ich wichtig.
Martina
Ich will ja nicht, dass plötzlich ein Algorithmus unseren Außendienst ersetzt oder unsere Potenzialklassifizierung einfach überschreibt.
Leon Stern
(beruhigend) Soll er auch nicht.
Leon Stern
Aber er kann euch Hinweise geben, die ihr bisher nicht hattet.
Leon Stern
Und gerade bei Ärzten, zu denen ihr wenig Kontakt habt, kann das ziemlich hilfreich sein.
Martina
Okay, aber wer macht mir so etwas?
Martina
Meine Agentur ist auf Kampagnen spezialisiert. Und unser internes Data-Team hat ehrlich gesagt schon genug auf dem Tisch.
Leon Stern
Da gibts verschiedene gute Möglichkeiten, Unter anderem hier in Mannheim wo wir heute zu Besuch sein dürfen. Ich würde dazu tatsächlich zum Beispiel mal mit den Jungs und Mädels von Kowendos sprechen.
Martina
Kowendos? Die machen doch Remote-Kommunikation mit Ärzten und Apotheken, oder?
Leon Stern
Genau, unter anderem.
Leon Stern
Und das Interessante ist ja gerade die Verbindung zwischen Zielgruppenanalyse und der späteren operativen Ansprache.
Leon Stern
Die beschäftigen sich auch mit KI-gestützten Ansätzen.
Leon Stern
Ich würde mit denen mal konkret prüfen, welche Datenanreicherungen und Analysen sie für eure Zielgruppe umsetzen können.
Martina
(leicht ironisch) Ja, aber ich will jetzt nicht noch einen Dienstleister, der mir erst mal eine große Digitalstrategie verkauft.
Leon Stern
(lacht) Würde ich auch nicht wollen.
Leon Stern
Ich würde ganz pragmatisch mit einer konkreten Fragestellung reingehen.
Leon Stern
Hier sind unsere 4.000 Zielgruppenärzte.
Leon Stern
Wir möchten wissen, bei wie vielen Praxen unsere Indikation öffentlich als Schwerpunkt erkennbar ist, welche zusätzlichen Informationen sich sinnvoll gewinnen lassen und ob daraus neue Segmente für unsere Kommunikation entstehen.
Martina
Und dann zunächst vielleicht mit einer kleineren Stichprobe anfangen?
Leon Stern
Zum Beispiel.
Leon Stern
Dann siehst du auch relativ schnell, wie gut die Datenqualität ist und ob die Ergebnisse tatsächlich einen Mehrwert bringen.
Martina
(zustimmend) Hm, ja. Das wäre zumindest mal etwas anderes als unsere übliche Jahresenddiskussion.
Leon Stern
Und weißt du, was ich daran noch spannender finde?
Leon Stern
Du könntest das direkt mit eurer Remote-Planung fürs nächste Jahr verbinden.
Martina
Inwiefern?
Leon Stern
Wann startet denn normalerweise eure erste Remote-Kampagne im neuen Jahr?
Martina
(lacht resigniert) Wenn alles gut läuft, Ende Februar. Realistisch betrachtet eher März. Manchmal auch April.
Leon Stern
Warum eigentlich?
Martina
Na ja, du kennst doch die Abläufe.
Martina
Im Januar haben wir erst mal unsere Jahresauftaktveranstaltungen.
Martina
Dann werden die Budgets final bestätigt.
Martina
Danach stimmen wir die Kampagne ab, holen Angebote ein, klären die Zielgruppe, lassen die Gesprächsinhalte freigeben.
Martina
Und irgendwann kann es losgehen.
Leon Stern
Aber ihr wisst doch heute schon, dass ihr im nächsten Jahr wieder Remote-Aktivitäten machen wollt.
Martina
Ja, natürlich.
Leon Stern
Und ihr wisst auch ungefähr, welche Indikationsschwerpunkte und Kommunikationsziele ihr haben werdet.
Martina
Ja, die grobe Jahresplanung steht eigentlich schon.
Leon Stern
(schmunzelt) Na also.
Leon Stern
Warum nutzt ihr dann nicht den November und Dezember, um die Voraussetzungen für einen schnellen Start im Januar zu schaffen?
Martina
Na ja, ganz so einfach ist das nicht.
Martina
Wir brauchen ja trotzdem die Freigaben und die Budgetbestätigung für das neue Jahr.
Leon Stern
Natürlich.
Leon Stern
Aber ihr könnt doch schon vorher vieles vorbereiten.
Leon Stern
Die Zielgruppenlogik, die Gesprächsziele, die Abstimmung mit dem Außendienst, die benötigten Inhalte, technische Schnittstellen, Datenschutzfragen.
Leon Stern
Und ihr könnt mit dem Dienstleister klären, welche Kapazitäten für das erste Quartal verfügbar sind.
Martina
(nachdenklich) Stimmt.
Martina
Wir fangen mit vielen dieser Dinge jedes Jahr erst im Januar an. Obwohl sich die grundlegenden Anforderungen gar nicht so stark verändern.
Leon Stern
Eben.
Leon Stern
Stell dir vor, du setzt dich jetzt mit Kowendos zusammen und sagst:
Leon Stern
Wir wollen im nächsten Jahr drei Remote-Wellen durchführen. Die erste möglichst früh im ersten Quartal.
Leon Stern
Unsere Zielgruppe umfasst 4.000 Fachärzte.
Leon Stern
Wir möchten zunächst die Datenbasis verbessern und daraus eine gezielte Ansprache entwickeln.
Martina
Dann könnte man die Analyse im November oder Dezember machen und die Ergebnisse direkt in die Vorbereitung der ersten Kampagne übernehmen.
Leon Stern
Genau.
Leon Stern
Und während die Analyse läuft, könnt ihr parallel die operativen Themen klären.
Leon Stern
Welche Gesprächsinhalte braucht ihr?
Leon Stern
Welche Fragen sollen im Gespräch beantwortet werden?
Leon Stern
Welche Erkenntnisse sollen dokumentiert werden?
Leon Stern
Wie werden die Ergebnisse später dem Marketing und gegebenenfalls dem Außendienst zur Verfügung gestellt?
Martina
Und wenn wir im Januar die finalen Freigaben haben, könnten wir deutlich schneller starten.
Leon Stern
Richtig.
Leon Stern
Nicht automatisch am zweiten Januar, das wäre vielleicht etwas optimistisch. (lacht kurz)
Leon Stern
Aber du würdest eben nicht wieder bei null anfangen.
Martina
(lacht) Ja, der zweite Januar wäre tatsächlich sportlich.
Martina
Aber das wäre schon ein riesiger Unterschied.
Martina
Bei uns ist das erste Quartal nämlich oft schon halb vorbei, bevor wir mit den ersten zusätzlichen Remote-Kontakten anfangen.
Leon Stern
Und dabei ist gerade das erste Quartal wichtig, um früh Reichweite aufzubauen und die ersten Erkenntnisse für die weitere Jahresplanung zu gewinnen.
Martina
Was ich an dem Gedanken gut finde, ist, dass wir damit auch unsere Budgetplanung verändern könnten.
Martina
Bisher verteile ich Anfang des Jahres mein Remote-Budget auf zwei oder drei feste Maßnahmen.
Martina
Und dann hoffe ich, dass alles so funktioniert wie geplant.
Leon Stern
Genau.
Leon Stern
Vielleicht wäre es sinnvoller, einen Teil des Budgets fest einzuplanen und einen weiteren Teil flexibel für zusätzliche Kontakte oder Vertiefungen vorzusehen.
Leon Stern
Natürlich innerhalb eines vorher abgestimmten vertraglichen Rahmens.
Martina
Das heißt, ich könnte beispielsweise mit einer ersten Welle starten, die Ergebnisse auswerten und dann entscheiden, welche Segmente ich in der zweiten Welle stärker bearbeiten möchte.
Leon Stern
Ja.
Leon Stern
Stell dir vor, ihr habt nach der KI-Analyse drei unterschiedliche Zielgruppensegmente.
Leon Stern
In der ersten Gruppe sind Ärzte, bei denen eure Indikation als Schwerpunkt erkennbar ist.
Leon Stern
In der zweiten Gruppe habt ihr Hinweise auf ein interessantes Potenzial, aber noch keine ausreichenden Informationen über die tatsächliche Relevanz.
Leon Stern
Und in der dritten Gruppe sind Praxen, bei denen ihr zunächst grundlegende Fragen klären müsst.
Martina
Dann würde ich ja nicht mit allen drei Gruppen das gleiche Gespräch führen.
Leon Stern
Genau.
Leon Stern
Bei der ersten Gruppe könntet ihr direkt fachlich tiefer einsteigen.
Leon Stern
Bei der zweiten Gruppe wäre es vielleicht sinnvoll, zunächst den tatsächlichen Informationsbedarf zu verstehen.
Leon Stern
Und bei der dritten Gruppe müsstet ihr überhaupt erst einmal klären, ob das Thema relevant ist.
Martina
Das würde auch unserem Außendienst helfen.
Martina
Wir haben immer wieder die Diskussion, welche Ärzte persönlich besucht werden sollten und bei welchen ein ergänzender Remote-Kontakt ausreicht.
Leon Stern
Eben.
Leon Stern
Und die Erkenntnisse aus den Gesprächen könnten euch dabei helfen.
Leon Stern
Vielleicht meldet ein Arzt einen konkreten Bedarf für einen persönlichen Austausch.
Leon Stern
Ein anderer möchte vor allem weiterführende Informationen.
Leon Stern
Wieder ein anderer ist telefonisch gut erreichbar, aber für einen Außendienstbesuch aktuell nicht relevant.
Martina
Vorausgesetzt natürlich, dass wir die Ergebnisse sauber dokumentieren und zwischen den Kanälen austauschen dürfen.
Leon Stern
Absolut.
Leon Stern
Die datenschutzrechtlichen Voraussetzungen und die internen Regeln müssen stimmen.
Leon Stern
Und bei der Analyse der öffentlich verfügbaren Daten genauso.
Leon Stern
Da würde ich von Anfang an genau hinschauen.
Martina
(zustimmend) Ja.
Martina
Aber ich finde den Gedanken interessant, dass Remote nicht nur ein zusätzlicher Kontaktkanal ist, sondern uns auch hilft, unsere Zielgruppe besser zu verstehen.
Leon Stern
Das ist für mich eigentlich der entscheidende Punkt.
Leon Stern
Wir reden seit Jahren über Omnichannel.
Leon Stern
Aber oft bedeutet das in der Praxis nur, dass wir dieselben Ärzte über mehrere Kanäle mit ähnlichen Botschaften kontaktieren.
Martina
(schmunzelt) Ja, da ist leider etwas dran.
Leon Stern
Wirklich intelligent wird es doch erst, wenn die Kanäle voneinander lernen.
Leon Stern
Wenn der Außendienst von den Remote-Gesprächen profitiert und umgekehrt.
Leon Stern
Und wenn die Erkenntnisse dann auch tatsächlich in eure nächste Budgetentscheidung einfließen.
Martina
Weißt du, ich glaube, genau da liegt bei uns noch ziemlich viel Potenzial.
Martina
Wir messen bei unseren Remote-Kampagnen natürlich Kontaktquoten, Gesprächszahlen, manchmal auch die Nachfrage nach Materialien.
Martina
Aber die Erkenntnisse aus den Gesprächen nutzen wir für die nächste Planung noch viel zu wenig.
Leon Stern
Dann wäre das doch eine gute Gelegenheit, auch die KPIs anders zu definieren.
Leon Stern
Nicht nur: Wie viele Ärzte haben wir erreicht?
Leon Stern
Sondern auch: Was haben wir über die Zielgruppe gelernt?
Leon Stern
Welche Informationsbedarfe konnten wir identifizieren?
Leon Stern
Und wie verändert das unsere nächste Maßnahme?
Martina
(leicht ironisch) Ja.
Martina
Wobei ich Finance schon höre.
Martina
Die wollen natürlich weiterhin wissen, was die Maßnahme gekostet hat und was wir dafür bekommen haben.
Leon Stern
(lacht) Zu Recht.
Leon Stern
Deshalb brauchst du ja beides.
Leon Stern
Die operativen Kennzahlen und die qualitativen Erkenntnisse.
Leon Stern
Und bei der KI-Analyse würde ich ganz konkret festlegen, was geliefert werden soll.
Leon Stern
Welche Datenfelder werden ergänzt?
Leon Stern
Wie viele Praxen konnten tatsächlich analysiert werden?
Leon Stern
Wie zuverlässig sind die Informationen?
Leon Stern
Und welche Ergebnisse sind für euer CRM nutzbar?
Martina
Das macht es auch leichter, so eine Analyse intern zu begründen.
Martina
Ich muss ja erklären können, warum ich dafür jetzt noch Geld ausgebe.
Leon Stern
Genau.
Leon Stern
Und es muss natürlich eine echte, noch in diesem Jahr erbrachte Leistung sein.
Leon Stern
Einfach das Restbudget an einen Dienstleister zu überweisen und damit eine Kampagne im nächsten Jahr zu bezahlen, funktioniert bilanziell und bei unseren internen Vorgaben ja nicht unbedingt.
Martina
Nein, definitiv nicht.
Martina
Aber eine klar definierte Analyse, die wir jetzt beauftragen, durchführen und abnehmen, wäre etwas anderes.
Martina
Das müsste ich natürlich mit Procurement und Finance abstimmen.
Leon Stern
Richtig.
Leon Stern
Und parallel könntest du die Remote-Aktivitäten fürs nächste Jahr vorbereiten.
Leon Stern
Dann hast du zwei konkrete Ergebnisse:
Leon Stern
Du kennst deine Zielgruppe besser und du hast die operativen Grundlagen für den Start gelegt.
Martina
(nachdenklich) Ich merke gerade, dass sich dadurch auch meine Sicht auf die 25.000 Euro verändert.
Martina
Vor einer Stunde habe ich noch überlegt, wie viele zusätzliche Arztkontakte ich damit im November und Dezember schaffen könnte.
Leon Stern
Und jetzt?
Martina
Jetzt frage ich mich eher, welchen Teil davon ich sinnvoll investieren könnte, um im nächsten Jahr mit einem besseren Targeting und einer vorbereiteten Kampagne zu starten.
Leon Stern
(zufrieden) Das ist doch schon mal ein Fortschritt.
Martina
Wobei ich das auch nicht romantisieren möchte.
Martina
So eine Analyse muss am Ende wirklich belastbare Ergebnisse liefern.
Martina
Wenn ich hinterher nur erfahre, dass 70 Prozent unserer Ärzte eine Website haben, hilft mir das nicht besonders viel.
Leon Stern
(lacht kurz) Völlig richtig.
Leon Stern
Deshalb würde ich mit Kowendos auch nicht über KI als Technologie sprechen, sondern über eure konkreten Fragen.
Leon Stern
Welche Informationen fehlen euch heute?
Leon Stern
Welche davon lassen sich seriös erheben?
Leon Stern
Und welche Entscheidungen könnt ihr anschließend besser treffen?
Martina
Und ich würde gern sehen, wie das an echten Beispielen aussieht.
Martina
Also vielleicht mal 50 oder 100 Praxen analysieren und gemeinsam schauen, was dabei herauskommt.
Leon Stern
Genau.
Leon Stern
Wenn ihr dabei feststellt, dass die zusätzlichen Informationen kaum einen Mehrwert liefern, habt ihr das früh erkannt.
Leon Stern
Wenn sich aber relevante neue Muster zeigen, könnt ihr die Analyse ausweiten.
Martina
Das wäre für mich auch wichtig.
Martina
Ich möchte keine große KI-Initiative starten, die erst mal ein halbes Jahr intern diskutiert wird.
Martina
Ich möchte eine konkrete Fragestellung lösen.
Leon Stern
Und das möglichst so, dass ihr die Ergebnisse direkt für eure Arbeit verwenden könnt.
Martina
Ja.
Martina
Ich glaube, ich werde tatsächlich mal einen Termin mit Kowendos in Mannheim vereinbaren.
Martina
Nicht für eine klassische Angebotspräsentation, sondern wirklich für einen Workshop.
Martina
Wir bringen unsere Zielgruppenstruktur und unsere Fragen mit und schauen gemeinsam, was möglich ist.
Leon Stern
Würde ich genau so machen.
Leon Stern
Und ich würde direkt eure Planungen für das erste Quartal mitnehmen.
Leon Stern
Dann könnt ihr in einem Gespräch sowohl die Datenanalyse als auch die operative Vorbereitung besprechen.
Martina
Stimmt.
Martina
Und vielleicht können wir damit auch unsere üblichen Verzögerungen im Januar reduzieren.
Leon Stern
Zumindest die vermeidbaren.
Leon Stern
Medical-Freigaben, Budgetbestätigung und andere notwendige Prozesse bleiben natürlich.
Leon Stern
Aber die müssen ja nicht bedeuten, dass ihr bis dahin überhaupt nichts vorbereitet.
Martina
(nachdenklich) Weißt du, was ich eigentlich am spannendsten finde?
Martina
Wir sprechen im Marketing ständig darüber, datengetriebener und agiler zu werden.
Martina
Aber bei unserer Jahresplanung verhalten wir uns oft noch so, als würde sich zwölf Monate lang nichts verändern.
Leon Stern
Ja.
Leon Stern
Und gleichzeitig erwarten wir von unseren Maßnahmen, dass sie immer präziser werden.
Martina
Genau.
Martina
Vielleicht müssen wir wirklich weg von dieser starren Logik:
Martina
Im ersten Quartal machen wir Maßnahme A, im zweiten Maßnahme B und im vierten schauen wir, was vom Budget übrig ist.
Leon Stern
Hin zu einer Planung, bei der ihr früh startet, regelmäßig lernt und dann gezielt nachsteuert.
Martina
Und bei der ich im November nicht mehr hektisch überlege, wie ich meine letzten 25.000 Euro ausgebe.
Leon Stern
Sondern wie du sie sinnvoll für die Ziele deiner Indikationslinie einsetzt.
Martina
Genau.
Martina
Und vielleicht ist das auch der wichtigste Gedanke aus unserem Gespräch.
Martina
Der medizinische Informationsbedarf unserer Ärzte hört am 31. Dezember schließlich nicht auf, nur weil unser Geschäftsjahr endet.
Leon Stern
(zustimmend) Sehr richtig.
Martina
Und wenn wir die verbleibenden Wochen nutzen, um unsere Zielgruppe besser zu verstehen und die nächsten Maßnahmen vorzubereiten, dann starten wir im Januar vielleicht tatsächlich mal mit einem Vorsprung.
Leon Stern
Statt wieder bei null anzufangen.
Martina
(lächelt) Genau.
Martina
Und weißt du, Leon, was ich aus unserem Gespräch heute wirklich mitnehme?
Martina
Vielleicht sollten wir zum Jahresende weniger darüber nachdenken, wie wir unser restliches Budget noch irgendwie ausgeben, und stattdessen mehr darüber, was wir damit für das kommende Jahr erreichen können.
Leon Stern
Genau.
Leon Stern
Und ich glaube, da liegt wirklich eine große Chance.
Leon Stern
Gerade wenn man die Möglichkeiten moderner Datenanalyse und KI mit einer gut vorbereiteten Remote-Strategie verbindet.
Leon Stern
Dann wird aus einer klassischen Jahresenddiskussion plötzlich eine echte Investition in bessere Entscheidungen.
Martina
Ja.
Martina
Und vielleicht ist das auch eine ganz gute Frage an alle, die uns heute zugehört haben:
Martina
Wie gut kennt ihr eigentlich eure Zielgruppe wirklich?
Martina
Und was könntet ihr heute schon vorbereiten, damit ihr im Januar nicht wieder bei null anfangen müsst?
Leon Stern
Ich glaube, da lohnt es sich tatsächlich, mal genauer hinzuschauen.
Martina
(herzlich) Leon, vielen Dank für das offene Gespräch. Hat wirklich Spaß gemacht.
Martina
Und ich habe jetzt tatsächlich ein paar neue Ideen für mein nächstes Budgetmeeting.
Leon Stern
Sehr gerne, Martina.
Leon Stern
Und ich bin gespannt, was daraus wird.
Leon Stern
Vielleicht sprechen wir im Frühjahr noch einmal darüber, was ihr mit eurem neuen Targeting tatsächlich erreicht habt.
Martina
(lacht) Das machen wir auf jeden Fall.
Martina
Und an alle, die heute dabei waren:
Martina
Vielen Dank fürs Zuhören bei Teil 4 des Podcasts der Kowendos Group.
Martina
Wir hoffen, ihr konntet ein paar Anregungen für eure eigene Planung mitnehmen.
Leon Stern
Und vielleicht auch den einen oder anderen Denkanstoß, die Dinge im nächsten Jahr einfach mal anders anzugehen.
Martina
Genau.
Martina
In diesem Sinne: Kommt gut durch die letzten Wochen des Jahres, viel Erfolg bei euren Planungen und vor allem – bis zum nächsten Mal!
Leon Stern
(freundlich) Macht's gut und bis bald!